Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT)
Montag 01.04.19
das prinzip coop
Innovation braucht Vielfalt. Teamfähigkeit, Kollektivkraft und die Kombination verschiedener Kompetenzen führen zu Genialität und größtmöglicher Innovationskraft. Das haben die Gründer der Bauhausschule schon vor einhundert Jahren erkannt. Im prinzip coop begeben sich Musiker, Schauspieler, Licht- und Tonkünstler gemeinsam auf künstlerische Spurensuche. Dem Charme des Formulierens der Utopie verfallen, untersuchen sie ihren Klang. Texte von Walter Gropius, Mies van der Rohe, Oskar Schlemmer, Hannes Meyer und Paul Klee fließen mit Bildern und Tönen ineinander. So entsteht unter Verwendung einfachster Materialien und deren Verknüpfung mit modernster Technik ein bewegendes Klangbild der Utopie.
Sonntag 31.03.19
Das Elend mit der Theaterkritik
Demokratie vor Ort zu fördern heißt Meinungsvielfalt zu stärken. In diesem Kontext haben die Lokalmedien eine bedeutende Rolle. In unserer Matinee blicken wir auf die Kulturredaktionen in den kleinen Städten der Bundesrepublik. Wie arbeiten die immer kleiner werdenden Redaktionen in der Fläche? Und: Wer liest die überhaupt noch? Wie kann es heute gelingen, eine gute Lokalzeitung zu betreiben, die in ihrer Kulturberichterstattung vielfältig informiert, objektiv aufklärt und Diskussionen befördert? Darüber spricht Nikos Andreadis mit Elisabeth Maier, Kulturredakteurin der Esslinger Zeitung und Harald Müller, Journalist und Herausgeber des Fachmagazins „Theater der Zeit“.
Sonntag 31.03.19
Die kleine Meerjungfrau
Die anmutigste der sechs Töchter des Meerkönigs sehnt sich nach der Menschenwelt. Sie verliebt sich in einen schönen Prinzen, dem sie bei einem Schiffbruch das Leben rettet. Nun hofft sie auf dessen Zuneigung, um so eine unsterbliche Seele wie die Menschen zu erlangen. Sie lässt ihre bisherige Identität hinter sich, opfert den Fischschwanz, um ein Mädchen mit Beinen zu sein. Doch der Prinz hält die Tochter des Nachbarkönigs für seine Retterin und heiratet diese. Ist damit der Untergang der kleinen Meerjungfrau, die alles riskierte, besiegelt?
Sonntag 31.03.19
Tango!
Kaum eine Musik hat auf die Zuhörer (und auf die Tänzer!) eine so sinnliche Wirkung wie der Tango. Die „Habanera“ aus CARMEN ist ein berühmtes Beispiel für die verführerische und gleichzeitig spannungsgeladene Kraft dieser Musik. Doch es gibt nicht nur den erotischen Aspekt beim Tango (Papst Pius X. bezeichnete den Tango als „sündhaft“), sondern er steht auch für die Einsamkeit und existentielle Not in den südamerikanischen Großstädten, in denen das soziale Elend arbeitsloser Landarbeiter und Millionen von Einwanderern aus aller Herren Länder und den verschiedensten Kulturkreisen zwischen 1850 und 1930 immer größer wurde. In dieser Zeit entstand der Tango, der musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt in sich vereint.
Seitdem wird der Tango in den Hafenvierteln von Buenos Aires wie in den Salons und Bars von Paris gespielt. Ballettdirektorin Barbara Buser und die Compagnie des Theaters Hof werden ganz sicher einen aufregenden Abend zusammenstellen, auf den das Publikum gespannt sein darf!
Sonntag 31.03.19
All das Schöne
Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. länger aufbleiben dürfen. Man hofft, dass sie die Liste wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Immer wieder lauert da eine seltsame Traurigkeit, gibt es Abstürze und Verletzungen. Nur die Liste ist in den Jahren gewachsen.
Samstag 30.03.19
Die Biene im Kopf
Nächstes Level: Zuhause. »Mama, ich habe Hunger.« Stille. Erst wenn sie »Ravioli« ruft, hast du es geschafft. Du nimmst die Dose aus dem Schrank und stellst sie in die Mikrowelle. Nein! Bloß nicht in die Mikrowelle! Dann explodiert die Küche! Achso. Der Fernseher läuft. Deine Eltern sitzen davor. »Die Biene im Kopf« erzählt den Alltag eines Kindes aus schwierigen Verhältnissen, das über die Flucht in eine computerspielähnliche Fantasiewelt versucht, die tägliche Tristesse hinter sich zu lassen.
Samstag 30.03.19
Richard III. – Bin durch Sümpfe gewatet, menschliche oder nicht
Richard III. aus dem Hause Plantagenet war ein Schurke. Einer der größten, zumindest in der Literatur. Ein Machtmensch, ein skrupelloser Betrüger, ein Kindermörder, ein Vergewaltiger und nicht zuletzt auch ein Feigling. Darin ist sich die Welt einig.
Zu diesem Ruf verholfen hat ihm unter anderem William Shakespeare, der ein Bild Richards schuf, wie wir es in der Literatur und im Theater lieben: ein Bild des Bösen schlechthin. Dabei war der historische Richard nur zwei Jahre König, wohl recht zart und hatte angeblich Humor.
Samstag 30.03.19
Indianer
Geburtstagsfeier im Hause Brede: Daniel, der Sohn von Henriette und Carl Henrik wird neun Jahre alt. Während der Junge bei den Nachbarn Fußball spielt, bereitet Mutter Henriette im Garten hingebungsvoll die Feier vor. Dabei wird sie von ihrem Schwager Johs, seiner Freundin Irene und der Haushälterin Mabel tatkräftig unterstützt. Nur Vater Carl Henrik betrachtet die Aufregung um den Freudentag mit einiger Skepsis. Schon bald wird deutlich, dass die Pläne von einem unausgesprochenen Ereignis überschattet sind …
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